Unsere Themenfelder

Praktischer Schamanismus, Kemetismus, Experimentelle Archäologie, Rekonstruktion weltweiter polytheistischer Kulte, Magick und allerlei Handwerkszeug...

Hier werden objektive Techniken und besondere Erfahrungen gemacht!


Anmeldung unter:

poeta-immortalis@web.de

Dienstag, 15. April 2014

Minfest 2014

Am 13.04.2014 fand unser Min-Fest in Leipzig statt und beeindruckte wieder mal durch seine Wirkkräfte. Die üblichen Teilnehmer zeigten sich begeistert und freudig berührt. 

Es ging hierbei rituell um die Transformation des Osiris über die sexuelle Vereinigung von Min und Isis zum Kindgott Horus.  Das passive Prinzip wurde dabei zum Aktiven, was ich versuchte in meinen selbst hergestellten Götterfiguren auszudrücken (ruhender Osiris -> flugbereiter Horus). Sexuelle Betonung fanden dabei Min und Isis. Die zyklische Schöpfungsentfaltung durch Atum-Ra und Herrschertransformation durch  die heilige Hochzeit wurden von uns nachempfunden, sowie in den Rahmen des Ma'at Kreislaufes, der uns reinigte, eingebunden.

Neben dem Flammenphänomen, Geisterknacken, stark spürbaren Präsenzen, sowie Kribbeln und drückend-warmer Spruchwirksamkeit, zeigte sich im Ritual auch Ra sehr interessiert und sandte seinen hellen Strahl, während des Ma'at-Opfers auf uns, der offensichtlich als Zeichen seiner Dankbarkeit unvorhergesehen hervortrat.

Im persönlicheren Teil machte ich eine Geistreise zu Min, um ihn meine Bitte umso direkter vorzutragen. Ich wandelte durch das Nil-Tal, durch einen Wadi bis tief in der Wüste, wo mir Min sockelstehend erschien, mich körperlich spürbar segnete und mir eine Art kleines Brot zu Essen gab. Ich verehrte ihn in dieser Form und gab ihm eine Münze als Gegenwert. Nachdem ich das Brot verzehrt hatte, wuchs ich ins Unendliche über die zahlreichen Weltensphären hinaus, sah den Doppelsonnenhorizont, wie einst, doch wuchs noch weiter, sah viele makrokosmische Daseinsebenen. Alles mündete in zwei sich überschneidende weißlich-gelbe Leuchtsphären, deren augenförmige Überschneidungszone eine Art schwarzes Loch bildete, durch das ich, wie durch ein Weltenfenster, schaute... Ich schaute und fiel hindurch in eine Surrealität, viel realer als diese Realität. Es war als würde man alles schärfer als High-Definition sehen, durch einen sehr realen Körper, angekommen in einem E-Den-artigen Urwald, voller unbekannter kleinblättrig rankender Pflanzen und wunderschöner Bäume. Eine Schlange hing vom Baum. Ich erkundete... kam auf eine Art erhöhte steinerne Plattform, stark bewachsen und doch erinnerte sie mich an eine Ziqqurat... Ein Stufentempel wurde sichbar... 
Langsam kehrte ich wieder den Weg zurück, den ich gekommen war und kam im Hier und Jetzt an, das für den Leser eher ein Dort und Unlängst sein muss.

Altar mit Osiris links, Min in Rot, oben Isis in moderner Interpretation, Horus rechts


Interessante Themen zum Weiterlesen