Unsere Themenfelder

Praktischer Schamanismus, Kemetismus, Experimentelle Archäologie, Rekonstruktion weltweiter polytheistischer Kulte, Magick und allerlei Handwerkszeug...

Hier werden objektive Techniken und besondere Erfahrungen gemacht!


Anmeldung unter:

poeta-immortalis@web.de

Montag, 17. November 2014

Ahnenarbeit

Hier findet ihr das Skript zur RePoKult-Veranstaltung vom 15.11.2014:


1. Ahnen-Portal zeichnen
  • intuitives Zeichnen eines individuellen Portals auf Papier
  • denk dabei an den Ort, wo deine Ahnen leben 

2. Portal öffnen
  • Öffnen des Portals kräftig visualisieren
  • dabei mit der rechten Hand vor dem Portal im Uhrzeigersinn kreisen und Energien öffnend andrehen 
  • „Unbesät werden Äcker tragen; Böses wird besser: Balder kehrt heim.“ (Völuspa 63) 
  • „Ahnen gedenken wir zu rufen, Ahnen groß und ewiglich, euer Leben nun zu ehren, weihen euch ganz feierlich.“ (Poeta Immortalis) 
  • Innehalten und der eigenen Ahnen gedenken

3. Ahnen rufen
  • Erscheinen der Ahnen visualisieren
  • „Oh, Ahnen, groß und klein, tretet hervor, hervor, hervor!  Tretet ein, Ahnen mein, durch dieses heilig' Tor! Ich beschwöre euch, tretet in Erscheinung nun, kommt herbei, Gutes zu erhalten, Gutes zu tun!“ (Poeta Immortalis)  

4. Opfer
  • „Dies sei euer Opfer unter den Göttern, dies sei euer Opfer unter den Lebenden. Speist mit uns!“ (Poeta Immortalis) 
  • leise sprechend Ahnen beten zu speisen und über jedem Gefäß mit rechter Hand über Opfern im Uhrzeigersinn drehen 
 5. Quija – Fragen stellen
  • Ziel: Schutzahne, Ahnenhelfer oder Ahnenlehrer finden

6. Geistreise
  • Heimat der Ahnen finden

7. Portal schließen
  • „Niddhögg, aus der Tiefe finster schillernd, stürzt hinab ins Schluchtendunkel. Hinter ihm zieht das Heer der Toten gen Hel. Der Bund ist geschlossen. Die Toten ziehen ihrer Wege. Die Pforte schließt sich.“ (frei nach Völuspa 66 von Poeta Immortalis) 
  • Schließen des Portals visualisieren
  • dabei mit der rechten Hand vor dem Portal gegen den Uhrzeigersinn kreisen und Energien schließend andrehen

Sonntag, 19. Oktober 2014

Ergebnisse: RePoKult-Sitzung vom 19.10.2014



Ziel der Geistreise war das germanische Wort "laukar" in Futhark (siehe Bild).



Magische Bedeutungen und Wirkungen:
  • Wachsen/Wachstum
  • Beschleunigung/schnelles Vorankommen
  • Lebenszyklus: Entstehung - Wachstum - Untergang - Neuentstehung -...
  • Reichtum erlangen
  • hohe Stellung erlangen
  • Untergang bringen
  • Pflanzenwachstum beschleunigen/schnelle und erhöhte Ernte
  • höchster Erfolg
  • Aufstieg
  • Thron Odins
  • Unendlichkeit/Unsterblichkeit

daraus folgen die Wirkungen: Amulettwirkung für erfolgsmagische Zwecke, eventuell Kampfmagie, Fruchtbarkeitszauber, Wachstumszauber

einzelne Runenbilder: Lauch, Geißel/Gerte/Drescher/Banner, Stier (wild)/Kuh (domestiziert), Kultbaum, Reiter

energetische Zuordnung: Unterwelt, linksseitig

Zusätzlich entstand aus der Trance-Session ein Lied namens "Laukar". Hört doch rein!



Sonntag, 14. September 2014

Amun-Fest 2014

 
Vorbereitungen
  • Überlegen einer Frage an Amun
  • Bereitstellen der Opfer und Speisen für die Gäste in einzelnen Gefäßen :
    Libation: Wasser , Milch, Wein
    Speiseopfer: Brot, Natron, andere Speisen
    Räucherwerk, Ritualöl
  • Aufstellen der Altarfiguren und Kerzen
  • Aufstellen einer Wasserschüssel und Handtuch
  • Bereitstellen von roter und blauer Lebensmittelfarbe

1. Purifikation/Rituelle Reinigung – Läuten der Glocke, Einstimmen mit Rassel und Trommel
Einer bespricht das Wasser mit dem Weihspruch (von Poeta Immortalis):
Dieses Wasser sei rein, gleich dem Licht der Sonne, die, in der Gestalt des Amun-Re, über den Horizont fährt am Tage!
Dieses Wasser sei rein und schlage die Feinde, gleich Ra sie in jeder Stunde der Nacht zerschlägt! (Alle: 12 Mal klatschen)
Dieses Wasser sei rein und wasche uns vor dem Antlitz der Götter!“ (3x)

Alle Ritualteilnehmer legen gemeinsam ihre Hände in das geweihte Wasser und sprechen:
Rein, wie die Sonne, wandlungsmächtig, wie der Wind, sind wir.“ (3x)
(Hände trocknen)

2. Rituelle Reinigung durch „Naming“
Vorbereitung des Ritualleiters: Malen eines blauen Heset-Auges auf die linke Handfläche, eines roten Ra-Auges auf die Rechte
Er spricht das Übel an:
Unreinheiten“, „Isfet“, „Ängste“, „Geister des Schwermuts“ und „Krankheiten“, ihr seid schwach, habt keine Kraft!
Die Khatyu-Dämonen der Sechmet greifen euch an, die wandernden Dämonen der Bast umstellen euch. Tutu, der Herr der Pfeildämonen, fällt euch an, ihr Feinde des Amun-Re! Ihr seid lügende Geister, eure Namen sind „Betrüger“ vom Ersten bis zum Letzten. Eure Namen sind „Feind des Ra“; ihr seid gleich voll Schmach!“
Der Ritualleiter erhebt seine linke und rechte Hand, zeigt die Augen:
Seht, das Auge des Heru ist gegen euch aufgestiegen, aufgestanden, steht in Waffen, starr der Blick!
Seht, das Auge des Ra ist gegen euch aufgestiegen, aufgestanden, zu richten, verbrennt euch mit starrem Blick!
Ihr seid Geister von Schuld. Ihr habt keine Macht über diese Söhne und Töchter des Amun-Re!
Tutu, der große Schützer und Herr der Siege, übergibt euch den Khatyu-Dämonen der Sechmet. Er treibt euch in die Arme der wandernden Dämonen der Bast. Tutu nimmt seinen Heru-Speer, euch zu stechen, wirft euch nieder. Ihr seid machtlos diesen Söhnen und Töchtern des Ra etwas anzuhaben! Gebt auf „Unreinheiten“, „Isfet“, „Ängste“, „Geister des Schwermuts“ und Krankheiten! Die Barke des Ra soll in Frieden fahren. Seid verbannt „Unreinheiten“, „Isfet“, „Ängste“, „Geister des Schwermuts“ und „Krankheiten“! Ihr sollt diesen Söhnen und Töchtern des Amun-Re nichts anhaben! Ihr sollt keine Macht über die Söhne und Töchter des Grenzenlosen haben. Ihr seid die Lügen! Ihr seid die Falschen! Seid gebannt!
Diese Söhne und Töchter des Amun-Re sind geschützt. Sie sind nun sicher.“


3. Kerzenritus - musizieren
Entzündet eine Kerze mit dem Horus-Auge darauf und spricht Einer:
Komm in Frieden, leuchtendes Auge des Horus, komm in Frieden.
Empfange das Licht.
Das Auge des Horus scheint, wie Ra in den Zwillingshorizonten und das Böse versteckt sich vor ihm.
Empfange das Licht.
Das Auge des Horus zerstört die Feinde des Ra in all ihren Wohnstätten.
Das Auge des Horus erscheint und ich bin mit ihm rein.
Empfange das Licht.“

4. Eröffnung der Anrufung – musizieren
Alle rezitieren:
Oh große Götterneunheit von Iu(uu)nu(uu)!
Ra in seiner Erscheinung zum ersten Male;
seine Zwillinge Schu und Tefnut;
Geb und Nut, Herr der Erde, Dame des Himmels;
Osir, Iset, Set und Nebet-Hat;
wendet eure Gesichter uns zu!
Achtet, was in unserem Innersten ist;
unsere Herzen sind stark, unsere Herzen sind offen,
keine Dunkelheit wohnt in ihnen!“

5. Zweifache Beschwörung des Amun – musizieren
Alle rezitieren:
Iiu im hotep Amun-Ra, notjer a'ah.
Iiu im hotep Amun-Ra, nisut notjeru.
Iiu im hotep Amun-Ra, neb Waset.
Iiu im hotep Amun-Ra, neb kjau.“

Komm in Frieden, Amun Ra, größter Gott.
Komm in Frieden, Amun Ra, König der Götter.
Komm in Frieden, Amun Ra, Herr von Theben.
Komm in Frieden, Amun Ra, Herr der Erscheinungen.

6. Opferritus – musizieren
Einer spreche:
Zum Wasser: „Nimm dies, deine kühlen Wasser, die wie die Überschwemmung sind.“
Zur Milch: „Milch, Milch mögest du kosten in deinem Schrein.“
Zur Räucherung: „Ich gebe dir Räucherwerk, ich gebe dir Räucherwerk voll von Reinheit.“
Zum Salz: „Dies ist dein Natron, gegeben von Horus, dies ist dein Natron,gegeben von Djehuty, dies ist dein Natron unter den Göttern.“
Zum Speiseopfer: „Nimm dies, dein Brot, von dem die Götter leben.“
Zum Wein: „Empfange dies, oh Amun, deinen Wein an deinem eigenenFesttag.“

7. Präsentation und Eröffnung – Kraft des Amun
Einer spreche zu Amun:
Erblicke sie, deine Opfergaben, oh Amun, Herr von Theben! Nimm deine Opfergaben fröhlich ein zu deinem Fest von Opet!“
Einer spreche zu allen: „So nehmt nun von Speis' und Trank! Möget ihr erneuert sein mit jedem Bissen, verjüngt mit jedem Schluck! Amun -Ra gebe euch seinen Segen, Amun-Ra gebe euch seine Kraft!“
Alle sprechen kraftvoll:
Amun ist Kraft, Amun ist der Wille!
Schenk mir Kraft, stärke meinen Willen!
Dua Amun, dua Ra!“

  • essen und trinken

8. Verjüngungsritus
Der Ritualleiter ölt die Stirn der Ikone des Amun mit seinem kleinen Finger ein und tropft Wasser etwas über ihn.
Er spricht:
Öl: „Ehre sei dir, Amun! Empfange dieses Öl, das das Auge des Horus ist. Lass seinen Duft dich nähren, lass es dich erneuern, lass es dein Herz kühlen. Deine Müdigkeit soll mit ihm verschwinden.“
Wasser: „Ehre sei dir, Amun! Empfange diese kühlen Wasser, die das Auge des Horus sind. Mögen sie dich verjüngen, mögen sie dich reinigen, mögen sie dein Herz kühlen, auf dass deine Müdigkeit verwinde.“

Der Ritualleiter spricht: „Öl, Öl, wo sollst du sein? Du warst auf der Stirn des Horus, aber nun werde ich dich auf meine Stirn setzen.“
Malt ein Auge auf seine Stirn.

Alle sprechen laut: „Öl, Öl, wo sollst du sein?“
Der Ritualleiter geht zu jedem Einzelnen und spricht: „Du warst auf der Stirn des Horus, aber nun werde ich dich auf seine/ihre Stirn setzen.“
Malt ein Auge auf die Stirn von jedem.

Alle werden mit Wasser leicht besprengt (auch gegenseitig): „Empfange diese kühlen Wasser, auf dass du gereinigt und erfrischt seist!“

9. Divination
  • WAHLWEISE Hellsehen, Geistreise oder Besessenheitsorakel durch Poeta Immortalis

10. Opet-Hymne an Amun - musizieren
Alle sprechen:
Ehre sei dir, oh Amun-Ra, Herr der Throne der beiden Länder; mögest du ewig leben!
Ein Trinkgelage ist aufgebaut, der Himmel zurückgekehrt gen Süden.
Ein Trinkgelage ist aufgebaut, der Himmel zurückgekehrt gen Norden.

Ehre sei dir, oh Amun-Ra,
Erster der beiden Länder,
Vorderster in Karnak,
In prächtiger Erscheinung deiner Flotte,
An deinem großartigen Fest von Opet,
möge es dich zufrieden stellen!
Ein Trinkgelage ist aufgebaut
Für dich in dem Schiff der Schiffe.
Die Pfade der Zwillingshorizonte
wurden für dich umgrenzt;
Eine große Flut wurde für dich erhöht.
Mögest du beiden Damen beschwichtigen,
Oh Herr der roten und weißen Krone,
Oh Horus, stark an Rüstung! “

11. Schließende Beschwörung - musizieren
Alle rezitieren:
Oh große Götterneunheit von Iu(uu)nu(uu)!
Ra in seiner Erscheinung zum ersten Male;
seine Zwillinge Schu und Tefnut;
Geb und Nut, Herr der Erde, Dame des Himmels;
Osir, Iset, Set und Nebet-Hat;
Wir danken und grüßen euch!
Erinnert euch unser, seid wo ihr zu sein wünscht und kommt erneut in Freude!
Seneb-ti!“

12. Abschluss
Musizieren und abschließend Glocke läuten, Austrinken der Getränke
Alle sprechen: „In-un-ma'a.“ = Wahrhaft so sei es.
Alle wenden sich ab


Montag, 8. September 2014

RePoKult Krafttierreise und praktische Magie

Am 07.09.2014 fand die, im Titel genannte, RePoKult-Veranstaltung erfolgreich und wieder mit begeisternd magischer Athmosphäre statt.

Teilnehmer erschienen: 7

Für alle, die dieses Mal nicht erscheinen gibt es hier das Skript:

Das magische Besprechen
- zur Bezauberung von Gegenständen und Personen -
  1. Willenssatz/Zielstellung formulieren (eineindeutig), z.B. „Dieses Wasser sei rein und voll stärkender Kraft.“
  2. Zielobjekt suchen und den geistigen Fokus darauf setzen (konzentrieren), z.B. in das Glas voll Wasser schauen und starr auf einen Punkt der Wasseroberfläche blicken
  3. Energiefluss vom Solarplexus (oder Bauch) durch Arm, Hand, bis zum anvisierten Punkt visualisieren, z.B. stell dir vor eine blaue Flüssigkeit fließt von deinem Bauch, hinauf zum Arm, zu Hand in das Wasser
  4. während der Visualisation den Willenssatz/die Zielstellung sprechen, dabei die Worte durch die Vorstellungskraft in Energie umwandeln, z.B. stell dir vor die Worte die du sprichst fließen in deinen Bauch und werden dort zu einem blauen Strudel; aus dem Strudel fließt Energie deinen Arm, deine Hand entlang, bis in das Glas
  5. ggf. wiederholen (3 Mal mindestens), um den Effekt zu verstärken
  6. die Veränderung im besprochen Objekt überprüfen: Hinfühlen (es hat geklappt, wenn es sich verändert anfühlt – meist als Prickeln oder Wärme spürbar)

Merke: Der Erfolg einer magischen Besprechung ist abhängig von der eingesetzten Energie. Erfolgversprechend sind daher Willenssätze, deren Ziel zum Erreichen weniger oder gleich viel Energie benötigt, als man eingesetzt hat. Beginne deshalb mit kleinen Zielen. Weiterhin sollte sich jeder magische Akt innerhalb der überpersönlichen, naturgegebenen Ethik, die hier Ma'at heißen soll, vertreten lassen. Das heißt keine Tat darf ein Ungleichgewicht auslösen, denn die negativen Folgen für die Umwelt und einen selbst wären unabsehbar!

Krafttierreise
Ablauf einer Krafttierreise mit der Treppenmethode (Unterweltreise)
  • Willenssatz/Ziel formulieren: Zeig dich, mein Krafttier! Offenbare mir dein Wesen!
  • Augen schließen
  • Vorbereitung: Entspannen
  • Erspüren des Astralkörpers:Fühlen, Umschauen im Körper, Hinausblicken
  • Astralprojektion: Mit einem Seelenteil den Körper verlassen
  • Umwelt so detailliert wie möglich mit allen Sinnen wahrnehmen und pausenlos erkunden (nur so wird die Anderswelt für euch sichtbar)
  • die Treppe hinunter in den Keller gehen, dabei wahrnehmen
  • einen Gang wählen und bis zur Tür an dessen Ende gehen
  • Tür zur Innenwelt wahrnehmen
  • in die Kammer gehen, ein Loch ist im Boden, ein Seil führt von der Decke durch das Loch in eine Höhle
  • hinunterklettern, umschauen, Licht machen
  • auf der linken Seite des Baches bis zur Brücke gehen
  • Brücke (Zensor) wahrnehmen/begutachten
  • die Brücke überschreiten, auf rechter Seite des Baches weitergehen
  • dem Bachverlauf folgen und das Wachsen zu einem Fluss beobachten
  • der Fluss fließt durch einen Tunnel nach draußen ins Freie
  • Licht ist am Ende des Tunnels
  • tritt nach draußen in die Anderswelt
  • hinter dir ist ein Berg
  • erkunde nun diese Welt
  • Sprich den Willenssatz: Zeig dich, mein Krafttier! Offenbare mir dein Wesen!
  • Erkunde!
  • Kehre auf dem selben Weg zurück, den du gekommen bist
  • Schlüpf wieder in deinen Körper

Anschließend: Schreib oder zeichne deine Erfahrungen möglichst chronologisch auf. Setze sie später künstlerisch um, damit sich dein Krafttier im Hier und Jetzt materialisieren und dich unterstützen kann! Bewahre deine Aufzeichnungen gut auf, damit du später das Puzzle aus Hinweisen und Rätseln zusammensetzen und lösen kannst. Die dir gegebenen Ratschläge können dir im Leben großen Nutzen erweisen!

Hellsehen
Vorgehen/Technik
  • Dämmerlicht oder gedämpfter Lichteinfall im Rücken (nie bei vollem Sonnenlicht – schädigt die Augen!)
  • Einfarbige oder spiegelnde Fläche
  • Starren + Frage stellen
  • Alle Gedanken auf das Ziel
  • viel Geduld

Gegenstände zum Hellsehen
  • weißes glattes Papier ohne Linien
  • Spiegel, vor allem Schwarzspiegel
  • alle spiegelnden Flächen von mindestens 2 x 2 cm
  • glatte Wasserobeflächen
  • alle einfarbigen Flächen, am besten ohne Musterung

Merke: Erwarte keine Wunder oder klare Bilder, sondern schärfe deinen Verstand! Registriere die kleinste Veränderung und merke sie dir, um sie anschließend niederzuschreiben. Die Antwort zeigt sich meist als kurz auftauchende, sich wandelnde graue oder nebulöse Linien, die anschließend zu interpretieren sind. Nur in den seltensten Fällen zeigen sich klare oder gar farbige Bilder (, was vor allem auch nicht nötig ist)!
Beende deine Sitzung, wenn deine Augen schmerzen!

Sonntag, 6. Juli 2014

Ritualwerkstatt

Am Sonntag, dem 06.07.2014 ging es um die Erstellung eines eigenen persönlichen Rituals.Nachdem wir (4 Teilnehmer) geklärt hatten, welche Formen ein Ritual generell annehmen kann und auch mythologische Einbindungen im Polytheismus diskutiert hatten, ging es an die gemeinsame Trancemusik und eine anschließende Geistreise auf die jeweilige Zielstellung (1.) im Freien. Die dabei angestrebte Oberweltreise wurde von mir (Poeta Immortalis) geführt und brachte drei sehr eindrucksvolle und symbolgeladene Rituale hervor. Bis zur Ausführung müssen jedoch noch einige Vorbereitungen getroffen werden...

Vorgehen bei der Erstellung eines eigenen Rituals:
  1. Zielstellung erarbeiten
  2. Für wieviele Teilnehmer? – Personen, Gottheiten, Geister, belebte Glyphen und Gegenstände,...
  3. Hintergrund – Mythos oder aktuelle Geschehnisse, Prozesse und Inhalte von Geistreisen?
  4. Ritualform (angepasst an mythische oder aktuelle Handlung) – zum Beispiel Kreisritual
  5. Strukturzeichnung und Konzept - Handlungsabfolge
  6. Einbringen von Symbolen und Analogien
  7. Texte und Rollenverteilung
  8. Ritualkleidung?
  9. Benötigte Gegenstände? - Ideen zur Herstellung
  10. Umsetzung des Aufbaus
  11. Ritual
  12. Eventuelle Festlegung von Ausführungsterminen

Dienstag, 15. April 2014

Minfest 2014

Am 13.04.2014 fand unser Min-Fest in Leipzig statt und beeindruckte wieder mal durch seine Wirkkräfte. Die üblichen Teilnehmer zeigten sich begeistert und freudig berührt. 

Es ging hierbei rituell um die Transformation des Osiris über die sexuelle Vereinigung von Min und Isis zum Kindgott Horus.  Das passive Prinzip wurde dabei zum Aktiven, was ich versuchte in meinen selbst hergestellten Götterfiguren auszudrücken (ruhender Osiris -> flugbereiter Horus). Sexuelle Betonung fanden dabei Min und Isis. Die zyklische Schöpfungsentfaltung durch Atum-Ra und Herrschertransformation durch  die heilige Hochzeit wurden von uns nachempfunden, sowie in den Rahmen des Ma'at Kreislaufes, der uns reinigte, eingebunden.

Neben dem Flammenphänomen, Geisterknacken, stark spürbaren Präsenzen, sowie Kribbeln und drückend-warmer Spruchwirksamkeit, zeigte sich im Ritual auch Ra sehr interessiert und sandte seinen hellen Strahl, während des Ma'at-Opfers auf uns, der offensichtlich als Zeichen seiner Dankbarkeit unvorhergesehen hervortrat.

Im persönlicheren Teil machte ich eine Geistreise zu Min, um ihn meine Bitte umso direkter vorzutragen. Ich wandelte durch das Nil-Tal, durch einen Wadi bis tief in der Wüste, wo mir Min sockelstehend erschien, mich körperlich spürbar segnete und mir eine Art kleines Brot zu Essen gab. Ich verehrte ihn in dieser Form und gab ihm eine Münze als Gegenwert. Nachdem ich das Brot verzehrt hatte, wuchs ich ins Unendliche über die zahlreichen Weltensphären hinaus, sah den Doppelsonnenhorizont, wie einst, doch wuchs noch weiter, sah viele makrokosmische Daseinsebenen. Alles mündete in zwei sich überschneidende weißlich-gelbe Leuchtsphären, deren augenförmige Überschneidungszone eine Art schwarzes Loch bildete, durch das ich, wie durch ein Weltenfenster, schaute... Ich schaute und fiel hindurch in eine Surrealität, viel realer als diese Realität. Es war als würde man alles schärfer als High-Definition sehen, durch einen sehr realen Körper, angekommen in einem E-Den-artigen Urwald, voller unbekannter kleinblättrig rankender Pflanzen und wunderschöner Bäume. Eine Schlange hing vom Baum. Ich erkundete... kam auf eine Art erhöhte steinerne Plattform, stark bewachsen und doch erinnerte sie mich an eine Ziqqurat... Ein Stufentempel wurde sichbar... 
Langsam kehrte ich wieder den Weg zurück, den ich gekommen war und kam im Hier und Jetzt an, das für den Leser eher ein Dort und Unlängst sein muss.

Altar mit Osiris links, Min in Rot, oben Isis in moderner Interpretation, Horus rechts


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